In alten Zeiten wurde das Romiritual ohne Unterbrechung über Tage hinweg zelebriert und begleitet von Musikern und Sängern. Es war ein höchst kostbares Erlebnis, das nur zu sehr speziellen Anlässen stattfand, vielleicht ein- oder zweimal im Leben einer besonderen Persönlichkeit. Dementsprechend hoch war der Einsatz aller Beteiligten.
Heute dauert eine Romisitzung gute zwei Stunden und bildet nach wie vor immer noch eine kostbare Erfahrung.
Wir praktizieren Romi heute zweihändig oder vierhändig, in etwa zweistündigen Sitzungen, die je nach Anforderung auch in regelmäßigen Abständen wiederholt werden können.
Zentrales Element der Rückenbehandlung ist der sogenannte backstroke, eine fließend und rhythmisch ausgeführte Streichung. Sie gleicht der Kraft des Ozeans, den die Kahunas seit Urzeiten studieren. Rhythmus, Tiefe und Geschwindigkeit variieren, je nach Klient und Anlass. Nach ungefähr der Hälfte der Behandlungszeit dreht sich der Klient langsam um. Bei der Behandlung der Vorderseite des Körpers kommen auch Dehnungen, speziell an Schulter- und Hüftgelenken, die sogenannten Arm- und Beinkreise hinzu.
Eine Romi Behandlung ist eine bewegte und bewegende Körperarbeit, die uns neuen Lebensschwung und eine klarere Ausrichtung bringen kann. Es ist eine Gewebearbeit, die unsere Muskulatur geschmeidig werden lässt, den Energiefluss anregt und den für unser Wohlbefinden so wichtigen zellulären Stoffwechsel fördert.
Romi wurde im hawaiianischen Archipel immer praktiziert, wenn neue Verantwortungen übernommen werden sollten oder auch eine Krankheit die Betroffenen herausforderte. Heute wird Romi meist als wohltuende Begegnung mit dem eigenen Körper genutzt, gleichzeitig aber durchaus auch als Initiationsritual praktiziert, beispielsweise beim Übergang von der Jugend zum Erwachsenen-Dasein oder in anderen entscheidenden Phasen im Leben eines Menschen. Romi hilft Managern im Westen, sich auf neue Herausforderungen einzustellen, Schwangeren, sich auf das neue Leben an ihrer Seite vorzubereiten oder ganz allgemein Menschen, sich in anstrengenden Lebenssituationen zu stärken.